Orchesterwerke

Johannes Brahms. Sinfonien 1 & 2 Markus Poschner

Johannes Brahms
Sinfonien 1 & 2

Bremer Philharmoniker
Markus Poschner

Katalognummer: 21056

Brahms und Bremen

Brahms und Bremen, Bremen und Brahms: der 1833 in Hamburg geborene, spätere Wahl-Wiener hatte zu der Hansestadt an der Weser eine besondere Beziehung. Das Brahms-Projekt der Bremer Philharmoniker steht somit in einer besonderen Tradition. Unmittelbar verknüpft ist mit der Hansestadt ein Markstein in der Karriere des Komponisten. Im Bremer Dom schaffte der knapp 35-Jährige mit der Uraufführung des deutschen Requiems nichts weniger als den Durchbruch zum international anerkannten Komponisten. An jenem Karfreitag 1868 wurde  gleichsam Realität, was Robert Schumann einst dem jungen Musiker prophezeit hatte: „Wenn er [Brahms] seinen Zauberstab dahin senken wird, wo ihm die Mächte der Massen, im Chor und Orchester, ihre Kräfte leihen, so stehen uns noch wunderbarere Blicke in die Geisterwelt bevor“, so Schumann in seinem berühmten Brahms-Artikel Neue Bahnen. Es hatte immerhin dreizehn Jahre gedauert, bis Brahms, der bis dahin vor allem Klavier- und Kammermusik komponiert hatte, den eigenen „Zauberstab“ in Richtung eines großen chorsinfonischen Werks gelenkt hat.

Clara Schumann erinnerte sich bezeichnenderweise bei der Bremer Uraufführung unter der Leitung von Brahms eben an jenen Artikel ihres Mannes: „Ich mußte immer, wie ich Johannes so [im Bremer Dom] da stehen sah mit dem Stab in der Hand, an meines teuren Roberts Prophezeiung denken - welche sich heute erfüllen sollte. Der Stab wurde wirklich zum Zauberstab und bezwang Alle, sogar seine entschiedensten Feinde."

Auch zu anderen Gelegenheiten war Brahms freilich immer wieder mal als Pianist und Dirigent in Bremen - nachweislich mindestens 12 Mal. Außer im Dom konzertierte er im großen Saal des Künstlervereins, im Conventsaal der Neuen Börse und im Konzertsaal in der Union. Brahms schätzte die Atmosphäre der Hansestadt und wusste, wo es schön ist. Meist logierte er im renommierten Hotel Hillmann und aß gern im Ratskeller. Und war er einmal durch andere Verpflichtungen verhindert, so schrieb er an den befreundeten Bremer Musikdirektor Karl Reinthaler: „Ich verzichte gar ungern auf den Besuch in Bremen“. Wolfgang Sandberger

 

Nader Mashayekhi
fié ma fié II  ~  moulana

Salar Aghili, Gesang
Münchner Rundfunkorchester
Leitung: Frank Cramer

Katalognummer: 21050

Beide Werke des iranischen Komponisten Nader Mashayekhi bringen zwei musikgeschichtlich einander ferne und unterschiedliche Musikkulturen in unmittelbare Nachbarschaft: die zeitgenössische Orchesterkomposition und die traditionelle iranische Musikpraxis.Dadurch entsteht eine Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, die in dieser Form ein Novum darstellt. Denn die Gleichzeitigkeit beider Kulturen bei der Aufführung läßt die kulturgeschichtliche Ungleichzeitigkeit um so klarer erscheinen. Was geschieht hier, wenn der Komponist dieses Konzept einem Publikum präsentiert, das auf beiden Seiten der Kulturräume bisher gewohnt war, beide Musikkulturen als miteinander unvereinbar zu hören? Was kann die Faszination für diese Musik außer dem Überraschungseffekt, den sie bereiten mag, verursachen? Diese und ähnliche Fragen sind nicht diesen Werken äußerlich, weil sie von der Musik selbst aufgeworfen werden. Denn wie ist das Verhältnis von Gesang und Orchester näher zu bestimmen: ist das eine utopische Anähnerung zweier Kulturen, der symphonisch orchestralenTradition an die iranische Musiktradition - oder ist das eine realistische Entgegensetzung beider Kulturen? Realistisch und resignierend angesichts einer Realität, die einem zeitgenössischen Komponisten solche Projekte abnötigt? Es ist wohl das alles und es ist deshalb mehr als nur das. Unleugbar liegt hier ein ästhetisches Konzept vor, das die Frage nach Identität und Differenz von Orient und Okzident weder fatalistisch akzeptiert noch indifferent fixiert; vielmehr wird die Aktualität dieser Frage zur musikalischen Anschauung gebracht.
"CD-Tipp" Fono Forum, August 2009

 

CD21047Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium BWV 248

Bremer RathsChor / Neue Rathsphilharmonie Bremen
Agnieszka Tomaszweska / Manja Stephan
Catherine Wyn-Rogers / Clemens 
C. Löschmann / Phillip Langshaw
Wolfgang Helbich

Katalognummer: 21047


Live-Mitschnitt

"Programmtipp" Deutschlandradio Kultur

 

CD21045Gustav Mahler. Sinfonie Nr. 6

Stuttgarter Philharmoniker
Gabriel Feltz
Live-Mitschnitt

Katalognummer: 21045

" ... eine Inszenierung der entfesselten Klangkontraste in gleißendem Blechbläserpanzer, schrillen Holzbläsertableaux und Streichertollheiten. Sinfonische Kunst, die an Extrembereiche der Existenz rührt, Ende der Tragödie mit Schrecken, zweifacher Totschlag mit dem Holzhammer. Mahlers Hitchcocksinfonie im Beethovensaal? Großer Beifall, nicht ohne Ergriffenheit und wiederholte Bravorufe."
Helmuth Fiedler, Stuttgarter Nachrichten

"Zunächst mag die Tontechnik zu verblüffen: So direkt, so ausgewogen und zupackend klingt das Orchester in der Stuttgarter Liederhalle. Dann aber ist es die deutlich zur Sachlichkeit neigende Interpretation von Gabriel Feltz, die einen neuen Blick auf die Partituren zulässt.
So bleibt die Gefühlstemperatur stets kontrolliert und verliert sich nicht in schwelgerischen Überhitzungen oder abgründiger Starre -  selbst im Kopfsatz der 6. Sinfonie. Das kommt vor allem dem Bläserapparat und der Präsenz einer von Mahler genau ausgehörten Instrumentation zugute (wie im Scherzo der 7. Sinfonie). Mit kühlem Kopf konzipierte Einspielungen ohne ausgeprägte Fieberkurven - angesichts der Katalog-Konkurrenz nicht die schlechteste Empfehlung."

Michael Kube in Fono Forum

 

 

CD21029

Richard Strauss. Also sprach Zarathustra
György Ligeti Atmosphères
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie C-Dur KV 5511

Stuttgarter Philharmoniker
Dirigent: Gabriel Feltz

Katalognummer: 21029

 

„One of the finest surround recordings we have ever heard!“

schwärmt der amerikanische Audio-Guru David Griesinger über die Produktion „kosmischer“ Werke von Richard Strauss, György Ligeti und Wolfgang Amadeus Mozart. Zusätzlich zur hervorragenden Stereo Fassung ist eine Bonus-CD beigelegt, die die Aufnahme im DTS-Surround Format enthält. Diese Surround-CD ist auf jedem DTS-fähigen DVD-Player in Verbindung mit einer Surround-Anlage abspielbar.

 


 

 
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