21054PÁGINA ESQUECIDA
Portugiesische Musik für Violoncello und Klavier

Bruno Borralhinho - Violoncello
Luísa Tender - Klavier

Katalognummer: 21054

La Página Esquecida - "Vergessene Seite" - nennen die beiden portugiesischen Musiker Bruno Borralhinho (Cello) und Luísa Tender  (Klavier) ihre Auswahl an Werken portugiesischer Komponisten für Cello und Klavier. Es scheint, als wäre die komponierte portugiesische Musik nicht wirklich im internationalen Musikleben angekommen. Mit diesem Projekt wollen Borralhinho und Tender die Musik ihres Heimatlandes in ihrer ganzen stilistischen Bandbreite dem Hörer zugänglich machen und zur verdienten Verbreitung anregen. Die zwei CDs präsentieren Werke von Fernando Lopes-Graca, António Vitorino d'Almeida, Armando José Fernandes, Frederico de Freitas, Joly Braga Santos, Luís de Freitas Branco, Jorge Peixinho, Luiz Costa und Cláudio Carneyro.
Der portugiesische Cellist Bruno Borralhinho ist Mitglied der Dresdner Philharmonie und Künstlerischer Leiter des Ensemble Mediterrain. Er wurde 1982 in Covilhã geboren, wo er bei Luís Sá Pessoa studierte. Sein Diplom und Konzertexamen absolvierte er bei Markus Nyikos an der Universität der Künste in Berlin, anschlieβend studierte er bei Truls Mørk in Oslo. Seine künstlerische Tätigkeit umfasst häufige Solo-Auftritte in Portugal, Spanien, Deutschland und Brasilien. Als Solist spielte er mit dem Orquestra Gulbenkian, dem Orquestra Clássica do Centro und dem Orquestra do Norte. Er ist Preisträger des Concurso Julio Cardona und des Prémio Jovens Músicos.

Luísa Tender wurde in Porto geboren, wo sie bei Teresa Monteiro, Anne Marie Mennet und Helena Sá e Costa Unterricht erhielt. Sie studierte bei Pedro Burmester in der Hochschule für Musik in Porto, wo sie ihr Diplom mit Auszeichnung abschloss. Von 1997 bis 2000 studierte sie bei Vitaly Margulis in Los Angeles und anschlieβend bei Irina Zariskaya am Royal College of Music in London, wo sie ihr Master of Music in Performance Studies abschloβ. Sie erhielt auβerdem Unterricht bei Artur Pizarro und absolvierte 2004 ihr Diplôme Supérieur d'Execution im École Normale de Musique in Paris bei Marian Rybicki. Tender war Stipendiatin der Calouste Gulbenkian Stiftung und des Royal College of Music. Ihre CD "Bach und Forward" war “CD-Tipp” des Classical Music Magazine, April 2009. Luísa Tender ist Professorin für Klavier und Kammermusik an der Hochschule für angewandte Kunst in Castelo Branco.

 

Nader Mashayekhi
fié ma fié II  ~  moulana

Salar Aghili, Gesang
Münchner Rundfunkorchester
Leitung: Frank Cramer

Katalognummer: 21050

Beide Werke des iranischen Komponisten Nader Mashayekhi bringen zwei musikgeschichtlich einander ferne und unterschiedliche Musikkulturen in unmittelbare Nachbarschaft: die zeitgenössische Orchesterkomposition und die traditionelle iranische Musikpraxis.Dadurch entsteht eine Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, die in dieser Form ein Novum darstellt. Denn die Gleichzeitigkeit beider Kulturen bei der Aufführung läßt die kulturgeschichtliche Ungleichzeitigkeit um so klarer erscheinen. Was geschieht hier, wenn der Komponist dieses Konzept einem Publikum präsentiert, das auf beiden Seiten der Kulturräume bisher gewohnt war, beide Musikkulturen als miteinander unvereinbar zu hören? Was kann die Faszination für diese Musik außer dem Überraschungseffekt, den sie bereiten mag, verursachen? Diese und ähnliche Fragen sind nicht diesen Werken äußerlich, weil sie von der Musik selbst aufgeworfen werden. Denn wie ist das Verhältnis von Gesang und Orchester näher zu bestimmen: ist das eine utopische Anähnerung zweier Kulturen, der symphonisch orchestralenTradition an die iranische Musiktradition - oder ist das eine realistische Entgegensetzung beider Kulturen? Realistisch und resignierend angesichts einer Realität, die einem zeitgenössischen Komponisten solche Projekte abnötigt? Es ist wohl das alles und es ist deshalb mehr als nur das. Unleugbar liegt hier ein ästhetisches Konzept vor, das die Frage nach Identität und Differenz von Orient und Okzident weder fatalistisch akzeptiert noch indifferent fixiert; vielmehr wird die Aktualität dieser Frage zur musikalischen Anschauung gebracht.
"CD-Tipp" Fono Forum, August 2009

 
CD21008

Quasi Improvisata

Werke von Sofia Gubaidulina,
Astor Pizzolla, Lepo Sumera,
Eduardas Balsys, Anatolijus Senderovas

David Geringas, Cello
Geir Draugsvoll, Bajan

Katalognummer: 21008

Johannes Saltzwedel in KulturSPIEGEL: „Jüngster Streich: ein Album, auf dem Geringas von dem Norweger Geir Draugsvoll am Bajan begleitet wird, einem Knopfakkordeon mit Orchestersound. Faszinierend klingt das."